Vita

Timothy Sharp

wurde in Augsburg geboren. Er studierte an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“, Berlin, in der Klasse von Prof. Norma Sharp und besuchte Meisterkurse bei Hans Hotter, Brigitte Fassbaender, Peter Schreier und Dietrich Fischer-Dieskau.

Der Preisträger mehrerer nationaler und internationaler Wettbewerbe hat sich als Liedsänger einen Namen gemacht, ist aber auch ein gefragter Solist auf dem Konzertpodium. Er war unter anderem zu erleben in Berlin (Konzerthaus/Philharmonie), München (Herkulessaal/ Philharmonie am Gasteig), Stuttgart (Liederhalle), Frankfurt (Alte Oper), Essen (Philharmonie), im Wiener Musikverein, bei der Styriarte, den Schwetzinger Festspielen, den Ludwigsburger Festspielen, den Händel-Festspielen in Halle oder beim Leipziger Bachfest.

Timothy Sharps verfügt über ein breites Spektrum an Stilistiken: vom Barock in historischer Aufführungspraxis wie die Titelpartie in Monteverdis „Il ritorno d’Ulisse in patria“, über „klassische“ Opernpartien wie den Grafen in „Le nozze di Figaro“, den Papageno aus „Die Zauberflöte“, den Marcello aus „La Bohéme“, Eugen Onegin oder den Olivier in R. Strauss „Capriccio“ bis hin zur Musik der Gegenwart und des 20. Jahrhunderts. Er wirkte im zeitgenössischen Bereich in zahlreichen Erst- und Uraufführungen mit. Einige Höhepunkte waren die Partie des Paul in Philip Glass‘ „Les enfants terribles“, deren deutsche Erstaufführung er 2007 bestritt, oder Il Malaspina in S. Sciarrinos „Luci mie traditrici“. Diese Oper wurde eingespielt und mit dem „Choc du Monde“ ausgezeichnet wurde und vom Londoner „Guardian“ zur CD-Of-The-Year gewählt.

Konzert- und Opernengagements führten ihn unter anderem an die Bayerische Staatsoper München, die Oper Köln, das Staatstheater Nürnberg, die Bühnen Wuppertal, das Nationaltheater Mannheim, das Badische Staatstheater Karlsruhe, das Staatstheater Nürnberg, das Teatro San Carlo in Neapel, das Teatro La Fenice in Venedig, das Teatro Massimo Bellini in Catania, das Teatro Lirico in Cagliari und an das Chicago Opera Theater. Er trat bei den Europäischen Wochen in Passau und in der Münchner Philharmonie (unter Enoch zu Guttenberg), bei den Schwetzinger Festspielen (Uraufführung „HYBRIS“ von A. Hölzky), im Theater an der Wien („Luci mie traditrici“ mit dem Wiener Klangforum), beim Beethovenfest in Warschau (Wiener Akademie unter M. Haselböck), ans Teatro Comunale Bozen (Ital. Erstaufführung „Julie“ von. P. Boesmans), die Wuppertaler Bühnen und Köln (jeweils Titelpartie in Monteverdis „Il ritorno d’Ulisse in patria“) und in verschiedenen Projekten unter Nikolaus Harnoncourt nach Wien (Musikverein), Salzburg (Bachfest), Paris (Salle Pleyel), Metz und zur Styriarte. Einige dieser Konzerte wurden vom Radio aufgezeichnet und im ORF und auf Deutschlandradio Kultur gesendet. Sein Einspringer für den erkrankten Olaf Bär bei den Händel-Festspielen in Halle wurde vom Fernsehen ausgestrahlt.

Nach erfolgreichen Gastspielen am TfN in Hildesheim als Figaro-Graf, in Schumanns „Faust-Szenen“, als Zar in Lortzings „Zar und Zimmermann“ war er dort auch als Marcello in „La Bohéme zu erleben. Ein weiteres wichtiges Rollendebüt stand im Sommer 2012 mit dem Danilo in der „Lustigen Witwe“ bei der Zomeropera in Alden Biesen (Belgien) an.

Er trat zuletzt sehr erfolgreich mit den Stuttgarter Philharmonikern, dem Sinfonieorchester Wuppertal und dem Staatsorchester Braunschweig auf (u.a. mit Mahlers Liedern eines fahrenden Gesellen) und war auch mit dem Bruckner-Orchester, Linz und „I Pommerigi Musicali“ in Mailand als Solist mit Orchesterliedern zu hören.

Engagements der letzten Zeit umfassten die Titelpartie in Tschaikowskys „Eugen Onegin“ am TfN, die Rolle des Ping in Puccinis „Turandot“ bei den Schloßfestspielen Heidenheim, die Titelpartie in „Zar und Zimmermann“ mit der MuKo Leipzig, sowie die Rolle des Lehrers in K. Weills /W. Bredemayers „Der Jasager/Der Neinsager“, sowie die Rolle des Edwin in Ernst Kreneks „Vertrauenssache“ an der Staatsoper im Schillertheater, Berlin. Zahlreiche Konzerte und Liederabende im deutschsprachigen Raum ergänzen die Auftritte im Opernbereich, so zuletzt ein Konzert mit Mahler-Orchesterliedern unter Marcus Bosch oder ein Recital mit dem Deutschen-Saxophon-Ensemble beim Schleswig-Holstein-Festival und dem Rheingau Musikfestival. In der vergangenen Spielzeiten konnte er sich außerdem in einer Neuproduktion von S. Sciarrinos „Macbeth“ an der der Staatsoper im Schillertheater, Berlin, unter der Regie von Jürgen Flimm präsentieren, sowie am selben Haus in der Titelpartie der Kammeroper „Hans im Glück“ (UA) von David Coleman reüssieren. Weitere Auftritte führten ihn ans Landestheater Tirol in Innsbruck (Ping in Turandot), wiederum and die Staatsoper im Schillertheater Berlin (Kilian im Freischütz). Außerdem gab er zahlreiche Konzerte und Liederabende.

In der kommenden Spielzeit führen ihn zwei Gastrollen wieder ans TfN (Titelpartien in Mozarts „Don Giovanni“ und Papageno in der „Zauberflöte“), sowie an die Staatoper Berlin für eine Wiederaufnahme von „Hans im Glück“. Außerdem wird er erstmalig als Komponist für eine Uraufführung eines kurzen Chorwerkes in Erscheinung treten. Seine Komposition „Vergänglichkeit“ nach Hermann Hesse wird im November 2016 in Frankfurt uraufgeführt. Weiterhin wird 2018 sein Klavierband „Monsterlieder“ bei Breitkopf und Härtel erscheinen.

Rundfunkmitschnitte von Konzerten und Liederabenden wurden vom NDR, SWR, ORF, RAI und dem Polnischen Rundfunk, vorgenommen. Eine erste vielbeachtete Solo-CD mit Liedern von Schubert erschien 2006 bei Roner Records.

Nach der erfolgreichen Uraufführung des Liederzyklus „Max und Moritz“ nach Wilhelm Busch von Guido Rennert mit dem Deutschen Saxophon-Ensemble erschien vor kurzem die Ersteinspielung dieses Werkes bei TYXArt. Im Frühjahr 2015 erschien seine neue CD „Richard Strauss – Ein Leben in Liedern“ mit Liedern von Richard Strauss.

Der Lebenslauf steht Ihnen auch im Downloadbereich zur Verfügung